Macht der Bilder-1

Macht der Bilder

Viele deutsche und türkische Akademiker folgten der Einladung des Rumi-Forums am Rhein und nahmen auch an diesem Gespräch teil, der unter dem Titel „Die Macht der Bilder“ im Schloss Garath bei Düsseldorf abgehalten wurde. Herr Dr. Marc Hieronimus, Lektor für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Amiens (N-Frankreich) und Lehrbeauftragter für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln, zeigte an diesem Abend anhand interessanter Beispiele, insbesondere historisch berühmter Pressebilder, die Einflüsse von Bildern auf den Menschen.

Das Thema leitete er mit den physiologischen Grundlagen des Sehens ein und machte den ca. 25 Gästen durch Beispiele optischer Täuschung deutlich, dass unser Gehirn durchaus Dinge sehen lässt, die nicht vorhanden sind. Ebenso wissen wir, dass Tiere durch viel sensiblere Sinnesorgane Dimensionen wahrnehmen können, welche unseren Sinnen verschlossen sind. Während man früher glaubte durch Fotografie die Realität einfangen zu können, werden heute den Bildern durch moderne digitale Manipulationen mehr Aussagekraft verliehen. Er erwähnte, dass das immerwährend monotone Aufgreifen und Darstellen von Themen auf Titelbildern vielgelesener Zeitschriften zu unbegründeten Ängsten führen kann, da sie oft bewusst suggeriert und zuweilen leider sogar inszeniert sind. Aus diesem Grund führen die in den Medien gezeigten Bilder meist zu schwer widerrufbaren Vorurteilen.

Nach einer anregenden Diskussion endete der Abend mit dem Fazit, Medienbilder mit Vorsicht zu genießen.

  • Ort: Schloss Garath, Düsseldorf
  • Datum: 23. Mai 2008
  • Macht der Bilder-3 Macht der Bilder-2