Medien und Integration-1

Medien und Integration

Konstitutiver Bestandteil einer Demokratie ist die Öffentlichkeit, die auch als „Diskursraum der Gesellschaft“ bezeichnet wird. Massenmedien wie Presse und Rundfunk sollen gewährleisten, dass jedes Mitglied einer Gesellschaft am öffentlichen Diskurs teilnehmen kann.

In den meisten Fällen beschränkt sich diese Teilnahme zunächst auf das Zuhören bzw. Mitlesen; diese Tätigkeiten jedoch sind Voraussetzung, um später mitreden zu können. Mitreden zu können und zu wollen – sei es auf öffentlichen Veranstaltungen, sei es am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis – ist ein Zeichen für Integration. Den Medien kommt somit für das Zusammenleben verschiedener Ethnien in Deutschland eine wichtige Bedeutung zu.

Nehmen die Medien ihre Verantwortung wahr – und werden sie als Mittel der Integration wahrgenommen? Mit diesen Fragen hat sich diese Veranstaltung aus der Reihe „Gespräche am Rhein“ beschäftigt.

  • Ort: Schloss Garath, Düsseldorf
  • Datum: 12. November 2008
  • Medien und Integration-2 Medien und Integration-3
ffee2447b152494b43d9816faaea83c8_M

Klavierabend „Kunst verbindet“

Unter dem Titel „Kunst verbindet.“ hat das Rumi-Forum am Rhein am 06. November 2008 im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf einen Klavierabend der besonderen Perspektive organisiert.

Herr Kocak (Vereinsvorsitzender Rumi-Forum am Rhein) fasste in seinen Grußworten die Philosophie des Vereins zusammen: in Musik und anderen gemeinsamen Werten unter einem Dach zusammenkommen und das friedliche Miteinander wahren.

„Kunst verbindet“ – und sie tut es, in dem sie den Zuhörern etwas erklärt. Was hat uns Sevki Karayel mit seiner Musik von Bach, Beethoven. Liszt und Saygun an diesem schönen Abend im Robert-Schumann-Saal erklärt? Er hat uns gezeigt, wie ein Musiker das Fremde aufgreift, es uns in neuer Gestalt präsentiert und uns am Ende damit erfreut. An diesem Abend war es ein Italiener (Busoni), der einen Deutschen (Bach), der 200 Jahre vor ihm gelebt hat, sehr neuartig interpretierte, ein Österreicher (Liszt), der alte ungarische Musik ebenfalls in neuer Form herausbrachte und ein Türke (Saygun), der mit seinen modernen Klängen das Klavier neu entdeckte. […] Es war für uns alle ein Gewinn. Und der war möglich, weil Sevki Karayel in seiner Person, die in der Türkei und in Deutschland in gleicher Weise verwurzelt ist, für alle Zuhörer, Türken und Deutsche gleichermaßen, eine Brücke zwischen dem uns Fremden und dem uns Vertrauten geschlagen hat.

Über 500 Menschen folgten diesem Aufruf, um dem Pianisten Sevki Karayel zu lauschen, der das Klavier diesem Abend mit Werken von Bach/Busoni, Beethoven, Liszt und Saygun als verbindendes Element zwischen den Kulturen darstellte. Sein hervorragender Auftritt fesselte das Publikum, die ihm minutenlang applaudierten.

 

  • Ort: Robert Schumann Saal, Düsseldorf
  • Datum: 06. November 2008
  • Klavierabend-2 Klavierabend-3 Klavierabend-4

 

Gülen-Bewegung Ditib

Ein klassisches Konzert der besonderen Art

Seit über 50 Jahren ist Deutschland durch kaum eine andere Nation mehr kulturell beeinflusst worden als die türkischen Migranten als auch natürlich umgekehrt. Um dieses Zusammenleben zu stärken und den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern wurde das Rumi-Forum am Rhein e.V. 2008 gegründet. Mit Toleranz, Akzeptanz und Liebe kann der oft zitierte Kampf der Kulturen unterbunden werden und eine Allianz der Kulturen hervorgehen.

Da wir Kompetenzen zur Gestaltung unserer Zukunft bündeln wollen, organisiert das Rumi-Forum nachhaltige und interdisziplinäre Veranstaltungen auf hohem Niveau. Der Dialog mit Hilfe der Kunst und der Musik liegt uns hierbei besonders am Herzen, denn sie ist in jeder Kultur zu finden. Dieser Verein versteht sich als Begegnungsplattform für gemeinsame Werte und sucht durch den Dialog die Einheit in der kulturellen Vielfalt.

Musik kennt keine verschlossene Tür und steht fremden Richtungen gegenüber offen und neugierig dar. Wir freuen uns fühlen uns daher beehrt als Partner dieses Konzertes mitwirken zu dürfen.