Fethullah Gülen-Bewegung Türkei Deutschland

Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will Buchvorstellung & Gespräch mit Ercan Karakoyun

Seit dem niedergeschlagenen Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Erdoğan im Sommer 2016 ist Hizmet (die sog. Gülen-Bewegung) in aller Munde. Ihre Mitglieder werden verfolgt, mit Ausreiseverboten belegt und ins Gefängnis gesteckt.
Darauf reagiert Ercan Karakoyun mit seiner neuen Publikation „Die Gülen Bewegung – Was sie ist, was sie will“. Er schreibt über Hizmet-Engagierte, ihre Ziele und ihre verxänderte Situation in Deutschland und der Türkei und erzählt, was die auch hierzulande aktive Gülen-Bewegung wirklich will: einen menschlichen Islam, Demokratie und Bildung.
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„In Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Frankreich, England und den USA, in Spanien,Italien und in Skandinavien – überall gibt es Hizmet-Initiativen, die den Beweis antreten, dass Islam und Demokratie zusammengehören.“
Ercan Karakoyun
Ercan Karakoyun ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und selbst Beispiel einer gelungenen Integration. Der mehrfache Buchautor ist Vorsitzender der Stiftung „Dialog und Bildung“. Ein wichtiges Buch zu einem brennend aktuellen Thema – von einem echten Insider.
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Veranstaltung: Die Gülen Bewegung: WAS SIE IST, WAS SIE WILL Buchvorstellung und Gespräch mit Ercan Karakoyun
Datum:

Donnerstag, 30. März 2017 Einlass 18:45 Uhr, Beginn 19.15 Uhr Ort: Volkshochschule Düsseldorf, Saal 1
Bertha von Suttner Pl. 1, 40227 Düsseldorf

Moderation: Marfa Heimbach
Anmeldungen bitte per E-Mail bis zum 29.3.2017 an info@rumiforum.de,
oder telefonisch unter 0178 – 899 99 67, Herr Esen _________________________________________________________________________


Fethullah Gülen-Bewegung Türkei Deutschland

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Hizmet Gülen Dialogakademie NRW

1. Dialogakademie in NRW: Hizmet wird transparenter

Die erste Dialogakademie der Vereinigung „dialog-nrw“ war ein voller Erfolg. Organisiert  wurde die Veranstaltung durch den Verbund der Dialogvereine der Hizmet-Bewegung in NRW („dialog-nrw ”). Etwa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Dialog- und Bildungsvereinen kamen in Geseke zusammen. Dabei diskutierten sie über die Zukunft der Dialogarbeit in Nordrhein-Westfalen und tauschten Erfahrungen aus.

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, allen Dialogengagierten ein Forum zum Austausch anzubieten, bei dem sie voneinander lernen und Kompetenzen für die Arbeit im interkulturellen und interreligiösen Dialog erwerben. So können wir unserem Ziel, für unsere Gesellschaft einen konstruktiven  Beitrag zu leisten, besser entsprechen”, sagt Genc Osman Esen, Vorstandsvorsitzender des Rumi Forum am Rhein e.V. in Düsseldorf.

Vielfältiges Programm mit Workshops

Den Auftakt der Veranstaltung machte der Journalist Süleyman Bag. Unter dem Titel „Quo Vadis Hizmet? Wohin geht die Reise?“ gab Bag einen Überblick über die bisherigen Entwicklungen in der Türkei mit dem Fokus auf die Hizmet-Bewegung und diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Zukunftsperspektiven. Anschließend referierten Mathias Streicher von der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen und der Theologe Yasin Cakir über die Grundlagen und Prinzipien des interreligiösen Dialogs. Ein weiteres wichtiges Thema, dem sich Hizmet-Engagierte annehmen wollen, ist das Thema der Extremismusprävention. Es entstanden spannende Diskussionen darüber, wie die vier Dialogvereine in NRW gegen Extremismus jeglicher Art arbeiten können.  

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Die TeilnehmerInnen während der regen Diskussion.

Am Abend arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei unterschiedlichen Workshops. Beim Workshop „Message House Training und Veranstaltungsmanagement“ erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kernbotschaften für ihre jeweiligen Vereine und wurden bei der Formulierung durch die Workshopleiter begleitet. Im zweiten Workshop wurde ein Medientraining durchgeführt, bei dem die Teilnehmer in Gruppenarbeit Fragen beantworteten und diese im Plenum vorstellten. Zudem wurde eine Interviewsituation simuliert. Beim dritten Workshop „Dialog vor Ort“ erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Möglichkeiten des sozialen Engagements und mögliche Orte des Dialogs. Der erste Tag endete mit einer Vorstellung der Workshopergebnisse.

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Genc Osman Esen, Vorstandsvorsitzender des Rumi Forum am Rhein e.V.

Reflexion

Insgesamt nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Veranstaltung als gewinnbringend wahr. Viele ließen sich auf eine kritische Selbstreflexion während der Diskussionsphasen ein: Die Hizmet-Bewegung müsse weiter an der Transparenz arbeiten, zu verbergen habe man ohnehin nichts. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen und des Gesprächsbedarfs beschließt dialog-nrw, die Dialogakademie von nun an in regelmäßigen Abständen zu veranstalten.

 

Bei Fragen rund um die Dialogakademie NRW: g.esen@dialog-nrw.de

Salafisten waren vorher selten religiös! – Prävention gegen Salafismus

Salafisten waren vorher selten religiös!

Christlich-islamischer Gesprächskreis Solingen  erörtert über die Frage, warum sich Jugendliche dem Salafismus anschließen und wie man Präventionsarbeit leisten kann.


Der Gesprächskreis in Solingen lud zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher unter dem religiösen Schleier” ein. Als Referenten der Podiumsdiskussion waren neben Schriftstellerin und Islamkunde-Lehrerin Lamya Kaddor, Vorstandsvorsitzender des Rumi Forum am Rhein e.V., sowie Frau Sevdanur Özcan von „Wegweiser“ Wuppertal, der staatlichen Beratungsstelle gegen Salafismus und Radikalisierungs, Herr Jens Maßmann vom Technischen Berufskolleg Solingen, Izeldeen El Obeid vom Islamischen Zentrum und Hassan Firouzkah, Vorsitzender des Ausschusses für Integration und Einwanderung.

 

Das Thema der Veranstaltung wurde ausgiebig diskutiert und die Veranstaltung mit großem Interesse verfolgt. Knapp 70 Gäste wohnten der Podiumsdiskussion im Solinger VHS- Forum bei.

 

Lamya Kaddor erklärte zunächst, dass der Islam vom Islamismus deutlich zu trennen sei. Ganz gleich um welche extremistischen und fanatischen Gruppen es sich handelt, das Phänomen sei wiederkehrend: “Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität, dem Sinn des Lebens und nach einem sicheren Sozialgefüge.”

Diese ließen sich laut Kaddor dermaßen verblenden, dass sie schnell in extreme Gruppierungen rutschten und häufig in ein Umfeld hineintappten, in der Gewalt mindestens verherrlicht wird.

 

Nicht selten stünde hinter dieser Handlung der Jugendlichen ein Drang nach Rebellion gegen Eltern und ihr soziales Umfeld. Der Vorstandsvorsitzende des Rumi Forums am Rhein e.V., bekräftigte Kaddors Aussagen mit seinen Worten, dass oftmals ein fehlender Vater-, Großvater, oder eine andere wichtige Vertrauensperson in der Familie die Lage vieler Jugendlicher zusätzlich verschärfe.

 

Eine ähnliche Perspektive brachte Sevdanur Özcan. Sie berichtete von ihren Beobachtungen auf dem Feld, vor Ort bei den Betroffenen. Sie habe oftmals Mädchen bei „Wegweiser“, die gerade wegen fehlenden Bezugspersonen in der Familie und einem unrealistischen Romantikverständnis, sich von starken jungen Männern in die Szene der Radikalität ziehen lassen.

Aus den Fängen solcher Kämpfer, die zugleich als Helden betrachtet werden, könnten solche Mädchen dann nicht mehr zurück. Gerade deshalb müssten bei der Prävention vor allem Eltern, Familie, Lehrer und Gemeinden gegen die Radikalisierung in die Arbeit mit einbezogen werden und Verantwortung übernehmen, so die gelernte Familien-Therapeutin.

Jugendliche, die sich der salafistischen Strömung anschließen, seien selten vorher schon religiös gewesen.

 

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Internationales Sprach- und Kulturfestival 2015

Das Internationale Sprach- und Kulturfestival (iflc) ist ein internationaler Sprachwettbewerb mit Kulturfestcharakter für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren bzw. bis 19 Jahren in der Kategorie Kultur. Es ist das in Nordrhein-Westfalen ausgetragene Finale eines weltweiten Gesamtprojektes, welches  auf den Bemühungen des Academy e.V. mit Sitz in Frankfurt/Main basiert, die seit 2003 bestehende und inzwischen auch international ausgetragene und in der Türkei längst zu einem Medienhighlight avancierte Kulturolympiade auch in Deutschland bekannter und zugänglicher zu machen. Das „iflc“ wird aktuell  von vielen Vereinen, Verbänden und Freiwilligen aus ganz NRW, sowie aus anderen Ländern organisiert, getragen, durchgeführt und unterstützt.

Die Eröffnungsgala des iflc wird  von dem Bund Deutscher Dialoginstitutionen NRW  organisiert und durchgeführt. Sie findet am 28.05.2015 im Museum Kunstpalast in Düsseldorf statt und soll der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in das Internationale Sprach-und Kulturfestival  ermöglichen. Bei einem feierlichen Festakt wird vor einem ausgewählten Publikum das Internationale Sprach-und Kulturfestival 2015 offiziell eröffnet. Den geladenen Ehrengästen werden spezielle Beiträge von ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern des „iflc“ präsentiert.

Eröffnungsgala – Donnerstag, 28. Mai 2015 – 19.00 – 21.00 Uhr
Museum Kunstpalast in Düsseldorf
Robert-Schumann-Saal
Ehrenhof 4-5 · 40479 Düsseldorf

Weltfinale – Samstag, 30. Mai 2015 – 19.00 – 21.00 Uhr
Westfalenhalle in Dortmund
Rheinlanddamm 200 · 44139 Dortmund

Weitere Details und Information finden Sie unter www.bddi-nrw.de

 

Die Schirmherrschaft übernimmt:

 

 

 

 

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Türkei-Festival

Mit dem Türkei Festival am Burgplatz wird der kulturelle Reichtum der Türkei mitten im Herzen der Altstadt Düsseldorf lebendig. Das Festival schlägt eine Brücke zwischen den Menschen, in dem sie vielen tausenden Besuchern einen authentischen Einblick in das Land gibt. Für weitere Details www.tuerkeifestival.de

Türkei Reise des Rumi Forum, Oktober 2013

Interkulturelle Kompetenzen sind wichtiger denn je.  Nahezu jede akademische Karriere verläuft erfolgreicher, wenn neue Wege beschritten, internationale Erfahrungen gesammelt werden.

Ein Studium ohne Auslandsaufenthalt ist heute beinah nur halb so viel wert. Doch auch im Privaten dürstet es Jung wie Altregelrecht nach Neuem, Unentdecktem und Ungesehenem. Nicht zuletzt ist das Reisen eine der beliebtesten Möglichkeiten für uns immer weiter zu lernen. Der Begriff „Interkulturelle Kompetenz“ wird hierbei  mehr und mehr zu einem Schlagwort, vielleicht auch zu dem Schlagwort des Jahrhunderts.

Einen anderen Aspekt des Reisens stellt die Migration dar. Deutschland ist aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und sozialen Sicherheit ein klassisches Einwanderungsland. Die Zuwanderung hat in der jüngeren Geschichte Deutschlands stetig an Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund hat sich Deutschland zu einem pluralistischen Land entwickelt. Auch Probleme haben sich mit der Zuwanderung ergeben. Die Gesellschaft redet immerzu von einem Integrationsproblem. Experten und Wissenschaftler betonen allerdings, dass Integration ein bilateraler Prozess ist und nur beidseitig gelingen kann. Nicht die Konfrontation von Leitkultur und untergebener Kultur sondern eine beidseitige Willkommenskultur führt zu einer erfolgreichen Integration. So gewinnt das Kennenlernen zwischen den Kulturen und das Aufeinander zugehen enorm an Bedeutung. Wenn man gegenseitiges Interesse zeigt, sich kennenlernt, Freundschaft schließt, sucht man auch die Gelegenheit, des Freundes Heimat aus nächster Nähe zu betrachten, um noch besser zu verstehen.

Deshalb dachten wir uns im Rumi Forum: „Wenn wir richtig verstanden werden wollen und echte Freundschaft mit unseren Mitmenschen schließen wollen, müssen wir Reisen in die Türkei organisieren“.

Unsere jüngste Türkeireise im Oktober 2013 war in dieser Hinsicht ein voller Erfolg.

Dabei besuchten wir vom 02.10.2013 bis zum 06.10.2013 Istanbul. Wir haben mehrere Kirchen besucht, unter anderem die Santa Maria Draperis Kirche auf der Istiklal Straße. Diese Kirche ist zwar nicht so bekannt wie die St. Antoine de Padue Kirche, weil sie hinter einem eisernen Tor liegt, jedoch konnten wir uns die Kirche von innen anschauen und der Pfarrer erzählte uns interessantes über den geschichtlichen Hintergrund der Kirche.

Einer der Höhepunkte unserer Reise war ohne Zweifel unsere Bootstour auf dem Bosporus, welche einen sehr guten Überblick über die Metropole Istanbul verschafft. So hatten wir nämlich die Gelegenheit sehr viele historische und wundervolle Bauten zu betrachten, über welche uns unser Vorsitzender Hintergrundwissen verschaffte.

Ansonsten waren wir natürlich auf den großen Basaren und haben uns türkische Handwerkskunst angeschaut. Wir haben außerdem die berühmtesten Moscheen (Blaue Moschee etc.) besucht und  einen Blick in die gewaltige Hagia Sophia und den Dolmabahce Palast geworfen und waren überwältigt.

Nicht zuletzt ist die köstliche anatolische Küche zu erwähnen, die wir während der Reise genießen durften und von der alle Teilnehmer fasziniert waren.

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Kulturreisen in die Türkei

Eines der Ziele des Rumi-Forums am Rhein ist es, Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft nähere Einblicke in fremde oder auch nur wenig bekannte Kulturen zu ermöglichen.

Zur Realisierung dieses Zieles werden in regelmäßigen Abständen Kulturreisen in die Türkei organisiert. Die Teilnehmer können somit eine Kultur vor Ort erleben und somit eventuell bestehende Vorurteile abbauen. Das Reiseziel Istanbul ist ein sehr ergiebiges Ziel, da man dort viele Facetten der Türkei, Modernes und Traditionelles in einer Stadt erleben kann.

Die letzte Reise des Rumi-Forum am Rhein ging daher nach Istanbul. Die Reisegruppe bestand aus 16 Lehrerinnen und Lehrer einer Hauptschule aus Bottrop. Für viele der Teilnehmer war es der erste Besuch in der Türkei. Aus diesem Grund waren die meisten sehr neugierig und gespannt auf das, was sie dort erwartet. Da sich der Inhalt der Reise nach den Berufen und Interessen der Teilnehmer richtet, wurden neben vielen historischen und modernen Attraktionen auch zwei Schulen besucht, um so einen Einblick in das Schulsystem zu ermöglichen. Ein großer Teil der Gäste brachte zum Ausdruck, dass die vier Tage zu kurz waren und sie in Zukunft Istanbul mit Sicherheit einen weiteren Besuch abstatten werden.

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Noah Fest 2011

Bei einer Schifffahrt auf der River Dream hatten die Gäste Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam die traditionelle Süßspeise Aschure, Noahs Pudding, zu genießen.Veranstaltet wurde das Fest vom Rumi-Forum am Rhein, Begegnungs- und Dialogplattform für gemeinsame Werte und der Evangelischen Kirche Düsseldorf. Henrike Tetz, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf und Tayyar Kocak, Vorstandsvorsitzender des Rumi-Forums begrüßten die Gäste, unter denen sich auch der türkische Generalkonsul Firat Sunel befand. Sie erklärten die Bedeutung des Festtages und betonten, wie wichtig sowohl der religiöse als auch der interkulturelle Dialog zwischen der islamischen und der westlichen Kultur sei. Als Anlass dafür diente nun schon zum dritten Mal das Noah-Fest. „Wir wollen hier in Düsseldorf auch gemeinsam eine Arche bauen“, erklärte Henrike Tetz.

Die Rettung Noahs, seiner Gefährten und vor allem der vielen verschiedenen Tierarten von der Arche fällt im islamischen Kalender auf den Aschure-Tag. Es ist ein Fest des Friedens und der Verständigung zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen. Mit dem gemeinsamen Feiern des Noah-Fest wollen die evangelische Kirche und das Rumi-Forum ein Zeichen für die Verständigung unter den Völkern setzen. „Wir sollten uns ein Beispiel an Noah nehmen und positive Beispiele für Integration geben“, beschrieb Firat Sunel die Idee des gemeinsamen Festes.

Als besondere Mahlzeit wird an diesem Tag, vor allem in der Türkei, traditionell die Süßspeise Aschure gekocht und gemeinsam mit Freunden und Verwandten gegessen. Auch auf der River Dream kochten die Vertreter beider Glaubensrichtungen, unter Anleitung von Serife Bicer von der Fraueninitiative „Die Zeit“, symbolisch zusammen die Aschure, die später gemeinsam gegessen wurde. „Der Pudding besteht aus vielen Zutaten, die man normalerweise nicht zusammen in einem Gericht verwenden würde. Doch aus dieser Vielfalt entsteht ein neuer, guter Geschmack, ohne das die einzelnen Zutaten ihren jeweils besonderen Geschmack verlieren“, erklärte Tayyar Kocak die Bedeutung der Süßspeise.

Für die musikalische Begleitung sorgte das Duett Recep Seber an der Zither und Murat Cahmaza an der Rohrflöte. Sie untermalten die zweistündige Schifffahrt mit meditativer sufistischer Musik.

 

  • Ort: Schiff Riverdream, Düsseldorf
  • Datum: 20. Februar 2011
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Die Familie in Deutschland: Familie, Werte und Probleme im Wandel?

In drei Panels  wurden unterschiedliche Fragen erörtert.

Im Panel 1 wurde die Beziehung von Familie und Bildung beleuchtet. Prof. Spieker (Uni Osnabrück) stellte die Frage nach der Entmündigung der Familie durch die Krippenpolitik in Deutschland und Prof. Boos-Nünning (Uni Essen) fragte nach der Realisierung der Bildungsansprüche von Migranten mit dem Ziel Aufstieg durch Bildung.

Im zweiten Panel befassten sich die Referenten mit der Familie und dem Wandel der Werte. Prof. Stein beleuchtete die Familie als Ort der Werteentwicklung und Prof. Otte (Uni Frankfurt)  fragte nach dem Wert der sogenannten empirischen Werte in der aktuellen Diskussion über Familie. Dr. Frieters-Reermann (RWTH Aachen) stellte die Generationenbeziehungen und das Generationenlernen vor.

Im Panel 3 wurde die Familie zwischen Moderne und Tradition untersucht. Dr. Nielsen-Sikora (Uni Köln)  stellte den Struktur- und Funktionswandel in der Familie vor und Dr. Plonz stellte die Familie als die Geburtsstätte der Autorität und damit der Freiheit dar. Das Panel wurde mit der Einstellung von jungen Katholikinnen und Katholiken zu tradierten Familienleitbildern, vorgestellt von  Prof. Althammer (kath. Uni Eichstätt-Ingolstadt), beendet.

In den Pausen zwischen den Panels hatten die Teilnehmer die Gelegenheit sich mit den Referenten auszutauschen und die Diskussion weiterzuführen.

  • Ort: Das Mutter Haus, Düsseldorf
  • Datum: 23. September 2010
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