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Noah Fest 2011

Bei einer Schifffahrt auf der River Dream hatten die Gäste Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam die traditionelle Süßspeise Aschure, Noahs Pudding, zu genießen.Veranstaltet wurde das Fest vom Rumi-Forum am Rhein, Begegnungs- und Dialogplattform für gemeinsame Werte und der Evangelischen Kirche Düsseldorf. Henrike Tetz, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf und Tayyar Kocak, Vorstandsvorsitzender des Rumi-Forums begrüßten die Gäste, unter denen sich auch der türkische Generalkonsul Firat Sunel befand. Sie erklärten die Bedeutung des Festtages und betonten, wie wichtig sowohl der religiöse als auch der interkulturelle Dialog zwischen der islamischen und der westlichen Kultur sei. Als Anlass dafür diente nun schon zum dritten Mal das Noah-Fest. „Wir wollen hier in Düsseldorf auch gemeinsam eine Arche bauen“, erklärte Henrike Tetz.

Die Rettung Noahs, seiner Gefährten und vor allem der vielen verschiedenen Tierarten von der Arche fällt im islamischen Kalender auf den Aschure-Tag. Es ist ein Fest des Friedens und der Verständigung zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen. Mit dem gemeinsamen Feiern des Noah-Fest wollen die evangelische Kirche und das Rumi-Forum ein Zeichen für die Verständigung unter den Völkern setzen. „Wir sollten uns ein Beispiel an Noah nehmen und positive Beispiele für Integration geben“, beschrieb Firat Sunel die Idee des gemeinsamen Festes.

Als besondere Mahlzeit wird an diesem Tag, vor allem in der Türkei, traditionell die Süßspeise Aschure gekocht und gemeinsam mit Freunden und Verwandten gegessen. Auch auf der River Dream kochten die Vertreter beider Glaubensrichtungen, unter Anleitung von Serife Bicer von der Fraueninitiative „Die Zeit“, symbolisch zusammen die Aschure, die später gemeinsam gegessen wurde. „Der Pudding besteht aus vielen Zutaten, die man normalerweise nicht zusammen in einem Gericht verwenden würde. Doch aus dieser Vielfalt entsteht ein neuer, guter Geschmack, ohne das die einzelnen Zutaten ihren jeweils besonderen Geschmack verlieren“, erklärte Tayyar Kocak die Bedeutung der Süßspeise.

Für die musikalische Begleitung sorgte das Duett Recep Seber an der Zither und Murat Cahmaza an der Rohrflöte. Sie untermalten die zweistündige Schifffahrt mit meditativer sufistischer Musik.

 

  • Ort: Schiff Riverdream, Düsseldorf
  • Datum: 20. Februar 2011
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Noah Fest – Ein Projekt zur Förderung einer Kultur des Zusammenlebens

Ein gemeinsamer Dialog soll ein Miteinander fördern, Fragen beantworten und neue Ideen entwickeln. Ziel ist es über die Gemeinsamkeiten in Glaube, Kultur und Alltagsproblemen mit verschiedensten Menschen zu reden um diese somit zu verbinden. Fokus einer Zusammenkunft bei einem Fest sind Gespräche und nicht Diskurse oder Debatten.

Der Anlass zu diesem Fest ist die Errettung der Menschen und Tiere vor der großen Sintflut zur Zeit Noahs, der einer der wichtigsten Menschen in allen abrahamischen Religionen ist und zudem in vielen Kulturen dieser Welt in ähnlicher Form erwähnt wird. Des weiteren symbolisiert die Rettung Noahs mit seiner Familie, sowie der Tierwelt nach einer all zerstörenden Sintflut einen Neubeginn, ein neues Umweltbewusstsein, die Brüderlichkeit zwischen allen Menschen und ein harmonisches Zusammenleben verschiedener Kulturen.

Dieses historische und religiöse Ereignis soll somit auch einen Anhaltspunkt für den interkulturellen und interreligiösen Dialog bilden, da die Lehren im Bezug zur Geschichte Noahs für universale Werte stehen. Die Anerkennung des Hintergrundes soll eine Einstimmigkeit zwischen den Beteiligten erzeugen und einen Fruchtbaren Boden für den Dialog ebnen. Der Dialog führt dabei zur Entwicklung neuer Denkweisen und hilft Vorurteile abzubauen. Dies ist ein aktiver Ansatz und eine Lösungsmethode bei der Behebung der genannten Probleme.

 

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Klavierabend „Kunst verbindet“

Unter dem Titel „Kunst verbindet.“ hat das Rumi-Forum am Rhein am 06. November 2008 im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf einen Klavierabend der besonderen Perspektive organisiert.

Herr Kocak (Vereinsvorsitzender Rumi-Forum am Rhein) fasste in seinen Grußworten die Philosophie des Vereins zusammen: in Musik und anderen gemeinsamen Werten unter einem Dach zusammenkommen und das friedliche Miteinander wahren.

„Kunst verbindet“ – und sie tut es, in dem sie den Zuhörern etwas erklärt. Was hat uns Sevki Karayel mit seiner Musik von Bach, Beethoven. Liszt und Saygun an diesem schönen Abend im Robert-Schumann-Saal erklärt? Er hat uns gezeigt, wie ein Musiker das Fremde aufgreift, es uns in neuer Gestalt präsentiert und uns am Ende damit erfreut. An diesem Abend war es ein Italiener (Busoni), der einen Deutschen (Bach), der 200 Jahre vor ihm gelebt hat, sehr neuartig interpretierte, ein Österreicher (Liszt), der alte ungarische Musik ebenfalls in neuer Form herausbrachte und ein Türke (Saygun), der mit seinen modernen Klängen das Klavier neu entdeckte. […] Es war für uns alle ein Gewinn. Und der war möglich, weil Sevki Karayel in seiner Person, die in der Türkei und in Deutschland in gleicher Weise verwurzelt ist, für alle Zuhörer, Türken und Deutsche gleichermaßen, eine Brücke zwischen dem uns Fremden und dem uns Vertrauten geschlagen hat.

Über 500 Menschen folgten diesem Aufruf, um dem Pianisten Sevki Karayel zu lauschen, der das Klavier diesem Abend mit Werken von Bach/Busoni, Beethoven, Liszt und Saygun als verbindendes Element zwischen den Kulturen darstellte. Sein hervorragender Auftritt fesselte das Publikum, die ihm minutenlang applaudierten.

 

  • Ort: Robert Schumann Saal, Düsseldorf
  • Datum: 06. November 2008
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Gülen-Bewegung Ditib

Ein klassisches Konzert der besonderen Art

Seit über 50 Jahren ist Deutschland durch kaum eine andere Nation mehr kulturell beeinflusst worden als die türkischen Migranten als auch natürlich umgekehrt. Um dieses Zusammenleben zu stärken und den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zu fördern wurde das Rumi-Forum am Rhein e.V. 2008 gegründet. Mit Toleranz, Akzeptanz und Liebe kann der oft zitierte Kampf der Kulturen unterbunden werden und eine Allianz der Kulturen hervorgehen.

Da wir Kompetenzen zur Gestaltung unserer Zukunft bündeln wollen, organisiert das Rumi-Forum nachhaltige und interdisziplinäre Veranstaltungen auf hohem Niveau. Der Dialog mit Hilfe der Kunst und der Musik liegt uns hierbei besonders am Herzen, denn sie ist in jeder Kultur zu finden. Dieser Verein versteht sich als Begegnungsplattform für gemeinsame Werte und sucht durch den Dialog die Einheit in der kulturellen Vielfalt.

Musik kennt keine verschlossene Tür und steht fremden Richtungen gegenüber offen und neugierig dar. Wir freuen uns fühlen uns daher beehrt als Partner dieses Konzertes mitwirken zu dürfen.